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Lexikon
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Saiten & Zubehör
In der Renaissance waren zwei Saitenarten bekannt: Darmsaiten, Saiten aus Metall/Messing oder aus wenig gehärtetem Stahl. In dieser Zeit wurden Metallsaiten hauptsächlich auf Instrumenten mit fixierter Klaviatur (z.B.Cembalo) benutzt.
Bei Streichinstrumenten wurde die Stahlsaite jedoch nur als Aliquotsaite (mitklingende Saite) verwendet.
Durch die Erfindung eines speziellen Gussverfahrens wurde es möglich, Metallsaiten für Streichinstrumente herzustellen.
Um 1920 konnte sich allmählich die blanke E-Stahlsaite für Geige durchsetzen.
Anfangs spielten die Geiger nur ungern auf Stahlsaiten, obwohl die E-Darm-saiten schneller rissen.
In Amerika mussten Musiker sogar Orchesterverträge unterschreiben, die ihnen den Einsatz von Stahlsaiten verboten.
Der etwas scharfe und näselnde Klang stellte lange Zeit einen Nachteil der Stahlsaiten dar. Durch Dämpfung des Stahlsaitenkerns konnte dieses Problem behoben werden. Heute existiert eine Vielzahl von Stahlsaiten, bekannte Stahlsaiten sind Larsen Stahlsaiten.
Herstellung der Stahlsaite:
Das Rohmaterial für die Stahlsaite ist vergüteter Tiegelgussstahl. Dabei darf der Saitenhersteller immer nur das beste Material verwenden. Das Ziehen durch mehrere Ziehsteine und Ziehdiamanten verdichtet den Stahl und die Saite wird so im Durchmesser immer dünner.
siehe auch: Darmsaiten



