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Lexikon
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Saiten & Zubehör
Der Kinnhalter erleichtert das Halten der Geige. Durch Ihn wird es möglich, die Geige zwischen Schulter und Kinn so zu halten, dass dem linken Arm mehr Freiheit für das Geigenspiel gegeben werden kann.
Der Kinnhalter ist in der heutigen Form am Ende des Korpus (beim Saitenhalter) zur linken Seite des Streichinstruments mit zwei „Kinnhalterschrauben“ befestigt.
Schweißspuren auf der Decke älterer Violinen bestätigen, dass noch bis Beginn des 19.Jahhunderts ohne Kinnhalter gespielt wurde. Allerdings hatte das Auflegen des Kinns auf die Decke eine beeinträchtigende Wirkung auf den Klang der Violine oder Viola.
Louis Spohr entwickelte um 1820 einen der ersten Kinnhalter, der dem heutigen Kinnhalter sehr ähnlich ist.
Inzwischen existieren viele verschiedene Formen von Kinnhaltern, die sich in Form, Holz und Befestigung unterscheiden. Berber Kinnhalter, Flesch, Guarneri, Wittner, Dresden und Teka-Kinnhalter sind heute wohl die bekanntesten Formen.
Da jeder Geiger entsprechend seines Körperbaus und individuellen Geigenhaltung einen besonderen Kinnhalter braucht, muss jeder seinen Kinnhalter durch Ausprobieren finden.
Grundsätzlich gilt: ein guter Kinnhalter sollte keinesfalls den Saitenhalter berühren und möglichst wenig Kontakt zu Boden oder Decke des Streichinstruments haben.
siehe auch: Saiten



