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Lexikon

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Instrumente

Guarneri (Guarnerius)

Andrea Guarneri (geb. 13.07.1623, gest. 7.12.1698) ging in den Jahren 1641 bis 1646 bei Nicola Amati in die Lehre.
Seine ersten Streichinstrumente waren unter den Einflüssen Amatis konstruiert, sind jedoch in der Ausführung charakteristisch zu unterscheiden. Unregelmäßigkeiten in der Symmetrie und eine gewisse Rauheit in der Verarbeitung sowie eine Schärfe im Klang unterschieden die Instrumente Guarneris von denen Amatis.
Andreas spätere Streichinstrumente sind zum Teil ganz nach dem Stil Jakob Stainers gebaut und sind von unterschiedlicher Qualität. Heute sind ca. 250 Violinen, vier Violen und 14 Violoncelli erhalten. Sie tragen die Inschrift: >Andrea Guarnerius fecit Cremonae sub titulo Sanctae Teresiae <.

Zwei seiner Sieben Kinder ergriffen das Geigenbauerhandwerk. Pietro Giovanni Guarneri (geb. 18.02.1655, gest. 26.03.1720), der älteste Sohn Andreas wurde auch unter dem Namen Pietro da Mantova bekannt. Er siedelte 1683 nach Mantua über, wo er hauptberuflich als Musiker und weniger als Geigenbauer arbeitete.
Giuseppe Giovanni Battista Guarneri (geb. 25.11.1666, gest. um 1740), der dritte Sohn von Andrea, arbeitete bis 1698 in der Werkstatt seines Vaters. Nach dem Tod von Andrea Guarneris beschränkte er sich auf die Herstellung von Violinen. Sehr schön sind die Schnecken seiner Streichinstrumente, die er nach dem Modell Amatis stach.
Der erfolgreichste Geigenbauer der Guarneri Dynastie war der jüngste Sohn von Giuseppe Giovanni Battista: (Bartolomeo) Giuseppe Guarneri (geb.21.08.1698, gest. 17.10.1744), >del Gesu< genannt. Er lernte bei seinem Vater das Geigenbauer Handwerk und erkannte im Gegensatz zu seinen Vorfahren die Vorteile der Stradivari Violinen und schuf eine Violine mit ebenbürtiger Qualität. Seine ersten Eigenständigen Streichinstrumente stellte er ab 1720 her, so ist die älteste von ihm erhaltene Violine aus dem Jahre 1726.
Die Veränderungen die er an der Violine durchführte beziehen sich unter anderem auf die Schnecke, die die bildhauerische strenge ablegte, die Zargen (nicht mehr so rund) und Einlagen.

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