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Lexikon
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Instrumente
Der Geigenlack (Streichinstrumenten-Lack) dient zum Schutz der Geige vor mechanischen und chemischen Schäden. Zudem prägt er den Klang und das Aussehen des Streichinstruments.
Generell werden Öl- oder Spirituslacke bei Streichinstrumenten verwendet. Früher zog man den Öllack vor, ob Amati, Stradivarius und Guarneri Öllacke benutzt haben, ist jedoch nicht bewiesen. Öllack trocknet langsamer als Spirituslack, daher wird letzterer heutzutage meistens vorgezogen.
Den Grund des Lackes bildet immer ein Lösungsmittel. Folgende Zutaten werden bei Lacken verwendet, natürlich variieren die Zutaten bei jedem Geigenbauer.
Zutaten:
Spiritus oder Öl, Leinöl
Schellack, Körnerlack
Mastix
Kampfer
Benzoe
Kopale
Sandarek
Bernstein
Safran
Drachenblut
Terpentin
Propolis
Kolophonium
Dammar
Elemi
Weihrauch
Für die Färbung des Lackes wird in der Regel Drachenblut (Oleoresin, hauptsächlich aus der Schilfpalme gewonnen) verwendet.
Ein qualitativer guter Geigenlack besitzt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Lösungsmittel und Harzen. Ein guter Lack sollte eine Schöne Farbe, genügend Transparenz, eine ausreichende Elastizität und eine gute Auftragsfähigkeit haben.
Den Härtegrad des benutzten Harzes in Alkohol gelöst, lässt sich wie folgt feststellen. Harte Harze werfen im getrockneten Zustand einen Glas-ähnlichen Schein, weiche eher einen feuchten Glanz.
Die Meinungen der Akustischen Eigenschaften des Lackes sind geteilt. Unlackierte Violinen können anfangs einen schöneren Klang als lackierte haben. Mit der Zeit lässt aber der schöne Ton nach. Versuche ergaben, dass der Geigenlack eine konservierende Eigenschaft besitzt. Zu dick aufgetragener Lack beeinträchtigt den Ton des Streichinstruments. Der Lack macht nicht die eigentliche Qualität einer Violine, Viola, oder eines Violoncellos oder Kontrabasses aus.
Der Lack wird in 3 Etappen aufgetragen: mehrere Schichten Grundlack , mehrere Schichten Farblack und zum Schluss den Überzugslack.
siehe auch: Holzarten im Streichinstrumentenbau



